Klyo

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Das Klyo ist eines von diesen Lokalen, in dem man mindestens einmal gewesen muss, wenn man etwas auf seinen Instagram-Feed hält. Zahlreiche Influencer und Bloggerinnen haben dort in den letzten Wochen ihre Sonn- und Feiertage verbracht und mich mit tausend Insta-Storys neidisch gemacht. Also war es an der Zeit, das Klyo selbst einmal auszuprobieren und vor Ort zu bewerten, ob die Performance des Lokals im echten Leben mit den Internet-Lobpreisungen mithalten kann.

Obwohl das Klyo noch relativ neu ist, es läuft noch nicht einmal ein Jahr im Vollbetrieb, ist es unter Frühstückssüchtigen längst kein Geheimtipp mehr. Die Influencer-Gäste mögen ein Grund dafür sein. Es gibt aber noch ein paar mehr. In erster Linie ist die Lage absolut atemberaubend. Das Klyo befindet sich in der Urania und garantiert einen wunderbaren Blick auf den Donaukanal. Bei Schönwetter ist eine Dachterrasse geöffnet, von der man mit einer hausgemachten Wassermelonenlimonade in der Hand genüsslich, schwitzende Läuferinnen und Radfahrer am Donaukanal beobachten kann. Die Temperatur auf der Dachterrasse ist wirklich angenehm und vielleicht einer von drei Orten in Wien, an denen sich auch 30 Grad leicht ertragen lassen.

Klyo Dachterrasse Klyo Menu

Meine Begleitung und ich haben uns dieses Mal zum Frühstücken verabredet, obwohl man im Klyo auch wunderbar Mittag- oder Abendessen gehen kann. Am Wochenende oder an Feiertagen sollte man dafür aber unbedingt vorher reservieren, da es immer relativ voll ist – das geht aber ganz einfach auf der Website. Fürs Frühstück muss man übrigens nicht früh aufstehen, das wird bis 22:30 serviert.

Die Frühstückskarte bietet drei vegane Optionen. Ich entschied mich für ein veganes Ofen-Krustbrot und meine beste Freundin für einen Natur-Porridge. Mein Ofen-Krustbrot war belegt mit geräuchertem Paprikaaufstrich, Olive, Ebli und Gartenkresse. Es sah nicht nur wunderschön bunt aus, sondern schmeckte auch mindestens genauso gut. Perfekt für alle, die es ein kleines bisschen scharf mögen. Der Porridge meiner besten Freundin hingegen war wirklich so „Natur“, wie der Name vermuten ließ (Wasser, Salz, Hafer, Nüsse, Samen) und hätte definitiv ein bisschen Agavendicksaft vertragen. Zumindest wenn man unseren industriezuckerverwöhnten Geschmacksnerven Glauben schenkt. Dazu tranken wir Wassermelonenlimonade und Kurkuma Wasser, beides hausgemacht und beides wirklich großartig. Die hausgemachten Limonaden ähneln geschmacklich am ehesten Eistee, enthalten aber gefühlt weniger Zucker.

Klyo GerichteKlyo Drinks

Weil das Lokal relativ voll war, mussten wir auf unsere Bestellung leider etwas länger warten. Vor allem bis wir unser Essen erhielten, verging einiges an Zeit. Dafür war das Personal durchwegs sehr freundlich und hat das Warten wieder gut gemacht. Die Preise für Essen und Getränke, vor allem Kaffee (Cappuccino mit Sojamilch 3, 80 €!), sind schon etwas teurer, vor allem weil die Portionen nicht so groß sind. Satt wird man aber trotzdem. Und ein bisschen bezahlt man ja auch für den Ausblick.

Mein Fazit: Das Internet und seine Influencer hatten Recht, man kann und soll das Klyo wirklich besuchen und sich dort am besten gemütlich durch die Frühstückskarte kosten und unbedingt eine der zahlreichen hausgemachten Limonaden probieren.