Café Feldberg

Info

Das Café Feldberg ist der Traum aller Vegetarier und Veganer und sowieso von all jenen, bei denen „bio!“ großgeschrieben wird. Das Lokal befindet sich im 7. Wiener Gemeindebezirk in der Westbahnstraße, 5 Minuten von der U-Bahn-Station Burggasse. Im Gegensatz zu vielen Lokalen in Wien-Neubau geht es im Feldberg immer etwas ruhiger zu. Es gibt keine laute Musik, die einen zu dröhnt und obwohl es ein eher kleines Restaurant ist, ist immer irgendwo ein Tisch frei. Das Feldberg ist ein bisschen Entschleunigung im stressigen Alltag, ein Ruhepol in der hektischen Innenstadt.

Gleichzeitig ist das Feldberg aber auch Spontanität und lädt dazu ein, einfach mal etwas Neues zu probieren. Die angebotenen Gerichte wechseln täglich, eine Speisekarte gibt es quasi nicht. Aber keine Sorge, ihr könnt euch trotzdem darauf verlassen, dass euch das Angebot schmeckt. Sämtliche Speisen werden nämlich nach den Grundprinzipien des Restaurants zubereitet: frisch – vollwertig – bio. Die Mehle werden vor Ort frisch vermahlen und fast alle Zutaten stammen aus biologischer Landwirtschaft. Mehr Qualität geht fast nicht. Und genau danach schmeckt das Essen auch.

Café feldberg

Als ich dort war konnten meine Begleitung und ich zwischen drei verschiedenen veganen Gerichten auswählen: Wir entschieden uns für Chili mit hausgemachtem Dinkelbaguette und Paradeiskraut mit gebratenem Polenta. Die Speisen sind alle sehr minimalistisch und simpel angerichtet, das ist auf den ersten Blick vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig für alle, die schillernde Açaí- und Smoothie-Bowles gewöhnt sind. Sagen wir so: Im Feldberg werdet ihr wahrscheinlich nicht die besten Fotos für euren Foodblog schießen, aber hey – wer weniger Zeit mit Fotografieren verschwendet, hat mehr Zeit für gute Gespräche oder einfach dafür, sich ganz dem Essen hinzugeben. Die Portionen sind durchschnittlich groß, ich war danach wirklich angenehm satt.

Ein Hauptgericht mit Salat kostet 8,90 €, was für die Qualität des Essens absolut in Ordnung ist. Wir haben uns dafür entschieden, uns auch noch ein Dessert zu gönnen (Mandel-Karotten-Kuchen!), das zur Hauptspeise nur 2,40 € kostete, was ich ebenfalls als sehr günstige empfinde. Der Salat war wirklich frisch und hat etwas Farbe zum sonst sehr eintönig aussehenden Essen gebracht.
Café feldberg Café feldberg

Die Einrichtung des Cafés ist, wie das Essen, sehr simpel gestaltet und kommt ohne jeglichen Schnickschnack aus. Wer sich einen klassischen Hipstertraum in 1070 vorstellt, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht werden, aber dafür punktet das Café Feldberg mit wirklich überaus freundlichem Personal und einer gemütlichen Atmosphäre. Das Feldberg ist das Lokal, das ihr mit eurer Oma aus Gramatneusiedl genauso besuchen könnt wie mit dieser einen coolen Studienkollegin, die auch im Winter immer Rennrad fährt.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt sind die Öffnungszeiten. Das Feldberg hat nur Dienstag bis Freitag zwischen 12 und 15 Uhr geöffnet. Es eignet sich zwar ideal für einen kurzen Zwischenstopp zum Mittagessen, aber es ist schade, dass es nicht möglich ist, das Lokal auch abends zu besuchen. Am Wochenende kann man dafür – kleiner Trost – zwischen 10 Uhr und 15 Uhr brunchen gehen.

Also: Wenn ihr euch das nächste Mal in der Mittagspause nicht zwischen den zahlreichen überfüllten Restaurants im 7.Bezirk entscheiden könnt, dann schaut auf eine Stunde im Feldberg vorbei. Ihr werdet es nicht bereuen.