Na, gut geschlafen?

Wir schreiben dieses Mal über ein bedeutsames Thema, mit dem wir alle im wahrsten Sinne täglich mehrere Stunden umgeben sind.

Vorneweg noch ein paar Worte an dich: wir hauen hier in deinem Dienste die Finger auf die Tasten, allerdings nie um dich eines Besseren zu belehren sondern stets, um deinen Horizont ganz liebevoll und manchmal auch eindrucksvoll zu erweitern. In diesem Artikel wird dies wohl
sehr eindrucksvoll geschehen.

Vegan leben über den Tellerrand hinaus

Für uns persönlich endet der Veganismus nicht am Tellerrand. Denn uns ist es ein großes Anliegen, dass Tiere weder für unseren Genuss (Ernährung), noch für unseren Style (Klamotten), unsere Hygiene (Beauty-Produkte) sowie unseren Lifestyle und Komfort (z.B. Einrichtungsgegenstände) leiden müssen. Gleich mal vorneweg: wir sprechen von einem Anliegen und Bemühen, ob wir alles zu 100% „richtig“ machen, bleibt offen.

Ohhhh ja. Da muss man erstmal einen Moment innehalten und schlucken, denn wenn wir beginnen, genauer hinzuschauen, fällt uns auf, dass es doch einige Produkte in unserem Leben gibt, die entweder an Tieren getestet, mit tierischen Inhaltsstoffen hergestellt werden oder sogar zu einem großen Teil (oder zu 100%) aus tierischen Bestandteilen bestehen.

Ein paar Beispiele: Leder-Accessoires, aber auch Ledergarnituren wie Stühle und Couches, Teppiche und schöne Deko-Elemente wie Kerzen und Federn sowie Bettwäsche. Und hier schließen wir den Kreis zu unserer Anfangsfrage, wohlwissend, dass wir noch nicht alles aufgezählt haben.

Hast du schon mal geschaut, mit was deine Kissen & Bettdecke gefüttert sind?

Bettdecken und Kissen können aus allerhand verschiedenen Materialien bestehen. Und neben all den tierfreundlichen Alternativen, die es auf dem Markt gibt, sind Produkte aus Daunen und Federn weit verbreitet und sehr beliebt.

Was Federn sind, ist uns allen ein Begriff und Daunen entsprechen der ganz feinen Federschicht, die den Vögeln viel Wärme schenkt. Und weil sie so schön warmhalten, sind sie bei den Schlafenden in aller Welt natürlich auch sehr beliebt.

Daunen und Federn von Enten und Gänsen

Daunen & Federn in Bettwaren stammen vor allem von Enten & Gänsen. Das Gefieder von Enten wird wohl erst nach der Schlachtung entnommen. Gänse werden jedoch meistens lebendig gerupft, was sehr schmerzhaft für die Tiere ist.

Ein solcher Lebendrupf ist eigentlich in der ganzen EU nicht erlaubt. Das hält allerdings Industrie und kleinere Betriebe nicht davon ab, in einen Graubereich abzutauchen, indem sie den Tieren halb-legal und bei vollem Bewusstsein die Federn aus der Haut reißen.

Aber verlieren die Tiere nicht sowieso ihr Gefieder?

Stimmt. Gänse streifen auf natürliche Art und Weise in regelmäßigen Abständen ihr altes Federkleid ab, während neues Gefieder nachwächst. Die Phase des Federwechsels nennt sich Mauser. Ein an sich natürlicher Prozess, würde nicht die Daunenindustrie eingreifen und ihn sich zunutze machen. Die sich lösenden Federn werden abgezogen, was nun nicht mehr als rupfen sondern offiziell als raufen bezeichnet wird und daher erlaubt ist.

Das Problem ist hier jedoch, dass nicht alle Tiere zur exakt gleichen Zeit ihr Federkleid wechseln. In einem Betrieb, der also auf die industrielle Nutzung von Federn und Daunen angewiesen ist, wird der Tatsache keine Beachtung geschenkt. Deshalb befinden sich unter all den Tieren, deren Federkleid locker abgestreift werden kann, auch viele, deren Federn gewaltsam herausgerissen werden. Es können großflächige Wunden entstehen, die z.T. ohne Betäubung genäht werden. Und auch, wenn das Tier sich in der Mauser befinden würde, das Raufen des Gefieders daher keinen Schmerz auslösen würde, werden die Tiere enormem Stress ausgesetzt. Zum einen, weil sie sich unter den teilweise schlimmsten Bedingungen in permanenter Massentierhaltung befinden und weil sie innerhalb ihres kurzen Lebens mehrmals kopfüberhängend gerauft werden. Eine Haltung, die für die Tiere als lebensbedrohlich empfunden wird.

Wir können also trotz EU-Verbot nicht davon ausgehen, dass Daunen gewaltfrei entnommen
werden. Ist das nicht ein Albtraum?

Wie man sich bettet, so liegt man

Die gute Nachricht: Bettdecken und Kissen können aus allerhand verschiedenen Materialien bestehen und kein Tier muss dafür leiden. So kannst du dich u.a. in Hanf, synthetischen Fasern (Polyester oder Viskose) oder Baumwolle betten, ja es werden sogar Kissenfutter aus Dinkel und Hirse angeboten.

Und noch dazu kommt: die tierfreundlichen Materialien sind die z.T. pflegeleichteren und umweltfreundlicheren Alternativen.

Nun wünschen wir dir einen tiefen Schlaf mit einem guten Bauchgefühl!
Wir