Der Frühling ist da und die Natur beginnt wieder, sich zu entfalten und aufzublühen. Wir genießen diese Jahreszeit besonders, denn jeder Tag sieht etwas saftiger, grüner und bunter aus. Und so tanzen Gänseblümchen, Veilchen, Ringelblumen und Co auf der Wiese oder im Blumenkasten. Sie sind abgesehen von ihrer Schönheit auch sehr wichtig, denn sie locken Bienen an, die sie wiederum bestäuben. Aber weißt du was? Sie können noch viel mehr als das!

Wir zeigen dir in diesem Blogbeitrag, dass viele Blüten nicht nur zu unserem Bestaunen und Bestäuben von Bienen gut sind, sondern auch essbar sind, wahnsinnig gesund und somit in der Küche eingesetzt werden können! Wir teilen unsere 3 liebsten essbaren Blüten und wofür du sie am besten einsetzt.

Blumen im Garten, auf dem Balkon oder auf der Wiese

Du hast keine Blütenwiese vor dem Haus? Kein Problem, du kannst dir selbst welche anzüchten, dafür benötigst du ganz einfach nur einen Blumenkasten am Fensterbrett oder auf dem Balkon. Oder du gehst etwas auf Streifzug und hältst die Augen in deiner Umgebung offen. Du wirst sehen, wie viel bunte Schönheiten du antreffen wirst, wenn du erstmal den Blick dafür hast.

Achtung: solltest du essbare Blüten am Wegesrand sammeln, bitte achte darauf, das nicht in einer Hundegassi-Ecke zu tun und bestmöglich nicht direkt neben einer befahrbaren Straße. Außerdem solltest du nur ungespritzte Pflanzen in Erwägung ziehen. Wenn du Blüten sammelst: schüttel sie vorsichtig, um Insekten rauszuschütteln.

Aussehen ist nicht alles

Klar, Blumen schauen hübsch aus und wer umgibt sich nicht gerne mit schönen Dingen? Aber wie Eingangs bereits gesagt ist das nicht alles, was so manch eine Blüte kann. Denn in vielen von ihnen stecken Aromen, die so fein sind, dass du sie unbedingt mal kosten solltest. Manche duften bereits stark, manche entfalten ihren Geschmack erst beim Zerkauen. Und manche wiederum eignen sich mehr als Dekoration (z.B. Kornblume), als zum Essen.

Essbare Blüten sind deshalb auch so wertvoll, da in ihnen Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe sind, die sehr bekömmlich sind. In den Pflanzen selbst werden sie produziert, um u.a. Bienen anzulocken (z.B. Farb- und Duftstoffe) oder Fraßfeinde Fernzuhalten (z.B. Bitterstoffe).

Das Gänseblümchen enthält beispielsweise viel Vitamin C, die Kapuzinerkresse Senfölglykoside und Veilchen viel Salizylsäure. Vitamin C ist wichtig fürs Immunsystem, Senfölglykoside sollen antikanzerogen und antibakteriell wirken und Salizylsäure u.a. schmerzstillend und entzündungshemmend.

Es schadet also nichts – im Gegenteil -, die schönen Blüten auch in der Küche einzusetzen. Es folgen unsere 3 liebsten essbaren Blüten und Ideen, was du mit ihnen machen kannst. Bei allen 3 Beispielen kann übrigens die ganze Blüte gegessen werden.

Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse kannst du super einfach selbst anziehen, denn sie wächst ganz problemlos im Blumenkasten. Sie entwickelt grüne runde Blätter, die an sich bereits entzückend sind und wenn die Zeit reif ist, entwickelt sie gelb-orange-rote Blüten. Du kannst an dieser Pflanze sowohl die grünen Blätter als auch die ganze Blüte essen. Sie schmecken zum Teil richtig kräftig und leicht scharf und eignen sich ideal als Bestandteil eines bunten Salats oder auf ein warmes Gericht als essbare Deko obendrauf. Wir mögen die Schärfe der Kapuzinerkresse gerne auf ein Brot mit Hummus oder kleingeschnitten mit Margarine vermengen für eine Kräuter“butter“.

Veilchen

Wie hübsch sie doch aussehen, wenn ihre schöne lila Farbe durch die Wiese sticht. Veilchen sind so zart wie sie sich anhören und es gibt sie bereits duftend und nicht. Gut zu wissen ist, dass alle Veilchenarten essbar sind – auch Stiefmütterchen, die zur Veilchen-Familie dazugehören. Duftveilchen erkennst du am Geruch ziemlich schnell und beim Essen entfalten sie ein angenehmes Parfüm-Aroma.

Aus Veilchenblätter kannst du Sirup kochen oder lila Zucker machen (mit einem Mörser zerreiben), da diese Blüten eine wunderschöne Farbe abgeben. Kandiert als Tortendekoration machen sie richtig was her oder du gibst sie frisch gesammelt auf einen Eisbecher.

Gänseblümchen

Überall sind sie und daher in unserer Landschaft kaum wegzudenken. Beim nächsten Streifzug durchs Grüne empfehlen wir dir: sammle ein paar. Dieses Mal aber nicht nur für einen Blumenkranz sondern als Topping für dein Essen. Hättest du gedacht, dass diese hübschen Blüten essbar sind? Wir lange Zeit nicht! Gänseblümchen kannst du als Tee weiterverarbeiten, in der Pfanne rösten und snacken oder aufs Brot geben sowie ebenfalls auf den Salat, die Suppe oder andere Gerichte.

Darüber hinaus gibt es so viele weitere tolle Blüten, die du in der Küche verwenden kannst, u.a. Rosen, Ringelblume, Magnolienblätter. Aber die Saison hat ja erst begonnen …

Idee: Egal welche Blüten du sammelst (nur bitte keine giftigen!), du kannst sie einzeln in eine Eiswürfelform legen, sie mit Wasser bedecken und einfrieren. So hast du bei deiner nächsten Gartenparty einen besonders hübschen Eye-Catcher. Oder hilfst dir selbst dabei, ausreichend zu trinken – denn das Auge isst schließlich nicht nur mit sondern trinkt auch mit.

Wir wünschen dir viel Freude mit den schönen und essbaren Dingen des Lebens.
Cora & Verena