Klein aber Oho. Senfkörner stecken voller Nährstoffe und peppen viele Gerichte auf. Ihr scharfes und leicht nussiges Aroma entfaltet sich auf unterschiedliche Weise, je nachdem, ob die Senfkörner als Ganzes, gemahlen oder als Senf (Würzpaste) verwendet werden. Zu klassischen Vurst-Gerichten oder auch zur Grill- und Heurigensaison wird er regelmäßig eingesetzt. Wie fein, dass wir uns aktuell in der Grillsaison befinden. Und mit der großen Produktvielfalt, die wir heutzutage genießen, können wir Veganer:innen super easy ein veganes Grillfest feiern, bei dem Verzicht keine Rolle mehr spielt und nicht mehr nur auf Beilagen zurückgegriffen werden muss. Darüber haben wir übrigens auch schon einen tollen Beitrag verfasst, in dem du viele Inspirationen für dein veganes Grillfest findest.

Um wieder zurück zum Senf zu kommen: wir werden dir in diesem Beitrag die Frage klären, ob Senf überhaupt vegan ist. Denn ja, das ist durchaus eine Möglichkeit.

Aus was besteht Senf überhaupt?

Das klassische Senfrezept besteht aus gemahlenen Senfkörnern, Essig (meistens Weingeistessig), Wasser und Salz. Wenn das das Reinheitsgebot des Senfs wäre, wäre Senf ganz klar vegan. Und das ist auch bei den meisten Senfsorten der Fall. Beim Dijon-Senf wird statt Essig mit Verjus gearbeitet, also mit dem sauren Saft unreifer Trauben. Ebenfalls vegan. Manche Hersteller verwenden jedoch auch andere Zutaten, die den Senf tatsächlich in die Nicht-Vegan-Kategorie stellen.

Tierischer Senf

Nicht vegan ist Senf dann, wenn Zutaten tierischen Ursprungs hinzugefügt werden. Zum Beispiel verwenden manche Hersteller Weißweinessig. Sofern veganer Wein hinzugefügt wir, wäre Senf immer noch vegan. Leider ist aber auch nicht jeder Wein vegan. Mehr über vegane Weine erfährst du hier.

Honig-Senf ist ebenfalls nicht vegan, was aufgrund des Namens auf der Hand liegt. Manchmal ist es aber nicht ganz so offensichtlich, wie zum Beispiel beim Süßen Senf. Der Klassiker zu (veganen) Weißwürsten wird nämlich oft mit Honig gewürzt.

Was drauf steht, steckt drin

Am einfachsten ist es, auf die Deklaration zu achten. Super viele veganen Produkte werden im Supermarkt mit einem VEGAN-LABEL gekennzeichnet. So kannst du mit einem Blick sehen, ob der Senf vegan ist oder nicht. Wenn kein Label zu sehen ist, schau auf die Zutatenliste.

Den Senf dazugeben

Sehr amüsant finden wir die Herkunft des so oft verwendeten Spruches „den Senf dazugeben“. Dieses Sprichwort stammt scheinbar aus dem 17. Jahrhundert, als Senf als sehr kostbar galt. Weil er so beliebt war und Gerichte genüsslicher machte, gaben Wirte fast jedem Gericht Senf hinzu. Ungefragt und egal, ob er dazu passte oder nicht. Verständlich, dass das nicht jedem Gast gefiel. Heutzutage verwenden wir das Sprichwort dann, wenn sich jemand ungefragt in ein Gespräch einbringt und seine Meinung dazugibt.

Na, hast du beim Lesen Lust auf Senf bekommen? Dann ab in den Supermarkt und hol dir einen veganen Senf.

Gib dir selbst den Senf …
• zur Extravurst aufs Brot
• zum veganen Leberkäse
• zu veganen Frankfurter
• zur veganen Bratwurst
• zum Cheezi-Griller

Lass es dir schmecken!
Verena & Cora