Backen ohne Ei – so einfach geht’s!

Sätze wie „ein Ei brauchst du auf jeden Fall, sonst geht der Kuchen nicht auf!” oder „wie soll der Teig denn zusammenhalten ohne Ei?” und „aber fluffig wird das bestimmt nicht!” bekommt man als vegan lebender Mensch öfter mal zu hören. Doch ist da was dran? Oder gelingen Kuchen, Palatschinken, Strudel und Co auch ganz ohne diese tierische Zutat? Die Antwort ist ein klares Ja! Witzigerweise ist es tatsächlich oft so, dass Eier sogar ganz weggelassen werden können und das Rezept trotzdem aufgeht – im wahrsten Sinne des Wortes. So ist es beispielsweise bei Palatschinken der Fall. Die pflanzliche Welt bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Bindungs- und Auflockerungsmöglichkeiten. Einige davon
möchten wir dir heute kurz vorstellen.

Um 1 Ei zu ersetzen, kannst du auf folgende Lebensmittel zurückgreifen:

  • Apfelmus: so einfach, aber wahr: 2-3 Esslöffel Apfelmus sind perfekte Teig-Zusammenhalter
  • Bananenmus: eine halbe reife Banane zerdrücken und schon kannst du sie in deinen Rezepten verwenden
  • Soja- und Johannisbrotkernmehl: 1 Esslöffel Mehl und 1 Esslöffel Wasser vermischen und du hast den perfekten Ei-Ersatz
  • Leinsamen: 2 Esslöffel dieser geschroteten Supersamen vermischt mit 3 Esslöffel Wasser ergeben nach einer kurzen Einweichzeit das perfekte vegane Ei
  • Sojamilch und Seidentofu: oft genügen auch schon 3 Esslöffel Sojamilch oder Seidentofu, die aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes eine sehr gute Bindungsfähigkeit haben
  • gekaufter Ei-Ersatz: du kannst auch auf Ei-Ersatz aus dem Supermarkt zurückgreifen. Hiervon gibt es unterschiedliche Produkte in Pulverform auf dem Markt, die du dann je nach Zubereitungsanleitung zusammenmischst

Du glaubst nicht so ganz, dass das funktionieren soll oder bist jetzt richtig neugierig geworden? Wie wäre es, das Ganze gleich mal in der Praxis auszuprobieren? Die Osterfeiertage rücken ohnehin immer näher und die Lust nach einem leckeren, fluffigen Striezel steigt! Daher möchten wir dir unser Rezept für einen einfachen veganen Striezel nicht vorenthalten, der ganz ohne Eier auskommt.

Für den veganen Striezel brauchst du:

  • 500g Mehl
  • 300ml Sojamilch
  • 3-5 EL Zucker
  • 4 gehäufte EL Margarine
  • 1 Pkg Trockenhefe
  • 1 Prise Salz

So geht’s:

Vermische Mehl, Zucker, Trockenhefe und Salz in einer Schüssel. Die Milch erhitzt du, bis sie lauwarm ist und die Margarine lässt du schmelzen. Gib nun beides zu den anderen Zutaten hinzu. Vermische alles gut miteinander und lass den Teig für mindestens 1 Stunde gehen.

Teile nun den Teig in 3 gleichgroße Stücke, rolle diese mit den Händen zu Schnüren und flechte einen Zopf. Damit er gut hält (und weil du leider kein Zopfgummi verwenden kannst) kannst du den Teig zu Beginn und am Ende einfach zusammendrücken. Während du flechtest, heize dein dein Backrohr schon mal bei 180°C Umluft vor. Damit du deinem Striezel den perfekten Glanz verleihst, ersetzen wir hierfür das Ei einfach durch einen Pflanzendrink. Da es hier weniger um den Eiweißgehalt als um die Flüssigkeit geht, die du brauchst, damit der Teig an der Oberfläche nicht verbrennt, kannst du auch jede andere Pflanzenmilch wie beispielsweise Mandel– oder Reisdrink verwenden, mit der du den Striezel bestreichst, bevor du ihn ins Backrohr schiebst.

Der Striezel braucht etwa 30 Minuten, bis er fertig ist.

Tipp: Wenn du möchtest und es dir schmeckt, kannst du den Striezel nach dem Bestreichen mit Pflanzendrink auch mit Hagelzucker oder Mandelblätter bestreuen.

Lass es dir gut schmecken und einen süßen Start in die Osterzeit wünschen wir dir! Wenn du Lust auf mehr bekommen hast, dann nimm doch einfach dein liebstes Kuchenrezept zur Hand und überlege dir, mit welcher Möglichkeit du die darin enthaltenen Eier am besten ersetzen kannst.

Viel Freude beim Ausprobieren!
Verena & Cora