NomNom Bakery

Info

Die NomNom Bakery im zweiten Bezirk ist, um es mit zwei Worten zu sagen, nom nom! Seit Juni 2015 führt Melanie Kröpfl, die gemeinsam mit ihrem Vater (der erste und angeblich einzige vegane Haubenkoch Österreichs) bereits zwei Kochbücher herausgebracht hat (“Wir kochen vegan” und “Wir backen vegan”), diese kleine, aber feine Bäckerei. Zwar noch ein Frischling unter den veganen Süßspeisen-Anlaufstellen Wiens, erfreut sich der Laden trotzdem schon großer Beliebtheit. Es herrscht ein reges Kommen und Gehen, immer wieder spaziert jemand herein, und wer an einem der drei Tischchen keinen Platz mehr bekommt muss sich das bunte Backwerk halt einpacken lassen.

Toll ist, dass großteils Bio-Zutaten verwendet werden. Zu Kaffee und Kakao kann aus verschiedenen tierfreien Milchsorten (unter anderem auch Mandelmilch) gewählt werden.

NomNom Bakery Innenansicht

Das Ambiente sprüht nur so vor Kitsch. Rosa Geschirr, rosa Wände, rosa alles! Schnörkel hier und da, und goldene Bilderrahmen mit Sprüchen zum Thema Backen. Sogar für mich als Rosa- und Kitsch-Enthusiastin ist das fast ein wenig überbordend. Umso mehr freue ich mich über die liebevoll gestalteten Backwaren. Denn beim Kuchen kann es mir kaum kitschig genug sein.

Aber nicht nur die Süßspeisen im regulären Verkauf sind hübsch anzusehen. Man kann bei der NomNom Bakery auch ganz individuelle Kuchen und Torten bestellen. Ein kleiner Katalog vor Ort bietet eine Auswahl an bisherigen Meisterwerken. Vom Firmenlogo bis zur fröhlich bunten Landschaft mit Tieren ist alles dabei. Die Vielfalt ist wirklich erstaunlich und die Bestellungen werden mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Außerdem kann man auch Rohkost-Torten bestellen, die auf pflanzlicher, unerhitzter Basis aus Nüssen, Trockenfrüchten und frischem Obst gemacht werden. Das Beste dabei ist: Preislich sind diese liebevoll handgemachten Torten vergleichsweise wirklich mehr als nur okay.

NomNom Bakery Kuchen NomNom Bakery Torte

Natürlich können auch die Mehlspeisen aus dem regulären Sortiment bestellt werden, sowie hübsche Macarons und Cookies in verschiedenen Formen und Verzierungen. Der Teig der Backwaren ist für meinen Geschmack fast ein wenig zu krümelig und das meiste ist mir einen Tick zu süß. Am besten schmeckte mir bisher die Ribiselschaumschnitte, deren fruchtige Säure und lockere Schaumkrone sie von den meisten anderen Backwaren der NomNom Bakery abheben.

Was ich an dem Café am meisten mag, sind die täglich wechselnden Specials. Es gibt zwar ein paar Klassiker, die täglich im Sortiment sind (wie zum Beispiel Brownies, Punschkrapfen und Cookies), aber jeden Montag wird auf Facebook ein neuer Wochenplan veröffentlicht. Unter den täglich wechselnden Torten und Kuchen sind ausgefallene Kreationen wie eine Mannerschnitten-, Snickers- und Regenbogen-Torte, aber auch Klassiker der österreichischen Gaumenfreuden – endlich in veganer Variante umgesetzt – wie der gute alte Bienenstich, der Topfenstrudel oder die Malakofftorte. Eine glutenfreie Variante ist immer dabei und als solche gekennzeichnet. Allein wegen dieser abwechslungsreichen Versuchungen werde ich dort weiterhin vorbeischauen, denn ich bin immer wieder aufs Neue gespannt, wie die reizvollen Kreationen umgesetzt sind.

NomNom Bakery Spezialitäten NomNom Bakery Bild mit Rahmen

Es werden darüber hinaus Back-Kurse angeboten, deren Themen von “soja- und glutenfrei backen”, über “Rohkost-Törtchen” bis hin zum Tortendekor in verschiedenen Schwierigkeitsstufen reichen. Das finde ich ein durchaus nettes Geschenk für aufstrebende Konditormeister_innen oder Vegan-Frischlinge (und solche, die es noch werden wollen) – oder aber eine nette Gruppenaktivität mit Freund_innen oder der ganzen Familie.

Die NomNom Bäckerei wird mich also vorerst als neugierige Kundin behalten, und sollte ich jemals ein aufwändig dekoriertes Torten-Kunstwerk brauchen, dem ich mich selbst nicht gewachsen fühle, weiß ich auf jeden Fall, an wen ich mich wende.