Schillingers Zukunftspläne

November ist Ganslzeit und auch wenn wir das Gansl als solches sicher nicht vermissen, würden wir ja auch vielleicht gerne mit unseren Freunden einen netten Abend bei Blaukraut und Semmelknödel verbringen. Was tut man also als Veganer? Wir haben da ein Restaurant gefunden, dass leckeres veganes Martinigansl anbietet – Das Schillinger! Ein bisschen außerhalb von Wien gelegen bietet es alles was das vegane Herz begehrt.

Das Schillinger ist bereits über 200 Jahre in Familienbesitz. Seit 2001 wird es von Karl und Irene Schillinger geleitet, die selbst schon mehr als 10 Jahre vegan leben und Anfang dieses Jahres auch das Swing Kitchen – ein veganes Burgerlokal in Wien – erfolgreich eröffnet haben. Wir haben die zwei interviewt und gefragt, was sie so als nächstes vorhaben – Vielleicht eine vegane Dönerbude?

 Schillinger

Wo fällt euch der Unterschied zwischen heute und vor zehn Jahren im Hinblick auf vegan leben am meisten auf?

Zum einen ist es erstaunlich wie viele Menschen schon vegan leben und dass sie mittlerweile aus allen Gesellschaftsschichten kommen.

Zum anderen gibt es heutzutage so viel mehr an guten Alternativprodukten.

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen Hausmannskost vegan zuzubereiten und wie hat euer Umfeld darauf reagiert?

Wir haben mit klassischen vegetarischen Gerichten in Großmugl angefangen, so gab es damals etwa Grünkernlaibchen, Gemüsestrudel oder Bulgurauflauf.

Das hat aber nicht wirklich viele Gäste interessiert. Dann hat meine Frau einmal ein Cordon bleu kreiert und das war die Initialzündung im Gasthaus.

Die Leute liebten es und wir haben weitere Veggie-Hausmannskost entwickelt und sind seither in dieser Nische zu Hause.

 

Wieso Fleisch nachahmen und nicht einfach neue vegane Gerichte kreieren?

Die meisten Veganer haben 20 Jahre lang Hausmannskost gegessen und leben meist aus ethischen Gründen vegan, nicht weil ihnen vor Fleisch graut o.ä..

Deshalb haben die meisten auch noch Gelüste hin und wieder die alten, liebgewonnenen Speisen zu essen, ohne dabei aber Tiere quälen oder töten zu müssen.

 

Lieber vegane Hausmannskost oder veganer Burger?

Zu Mittag muss es bei uns flott gehen, da lieber Burger und am Abend ganz gemütlich mehrgängige Hausmannskost.

 

Was sind eure Zukunftspläne? Wird es demnächst vielleicht einen veganen Schillinger Dönerstand geben?

Da unsere Swing Kitchen so gut läuft, werden wir aus diesem Konzept eine Kette machen. Der zweite Standort startet Anfang Dezember in der Operngasse 24 im 4. Bezirk.